Auf NFC-Rallye

NFC Rallye

NFC Rallye

Für Aktivitäten, bei denen der Orientierungssinn eine gewisse Grundvoraussetzung darstellt, bin ich leider nur mäßig geeignet. Dies äußerst sich unter anderem dadurch, dass sämtliche meiner Geocaching-Versuche unterschiedlich, jedoch niemals mit der Erbeutung eines Schatzes endeten. Weil ich Aktivitäten dieser Art dennoch unterhaltsam finde, leistete ich der Einladung von Tupalo und Nokia zur NFC-Rallye am 27. Jänner gerne Folge.

Die Veranstalter statteten, um das Thema Near Field Communication (NFC) angreifbarer zu machen, die Rallye-Teilnehmer mit dem NFC-tauglichen Smartphone Nokia 700 und einige Lokalitäten der Wiener Bezirke VI. und VII. mit in Aufklebern eingearbeitete NFC-Chips aus. Mit den Smartphones konnten die Koordinaten der nächsten Station sowie Instruktionen zur vor ort zu absolvierenden Sonderprüfung via NFC ausgelesen werden.

NFC Rallye

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Zur Rallye im Allgmeinen
Ich habe noch eine zweite Schwäche, die meine Rätsel-Rallye-Eignung weiter schmälert: Ich achte nicht sonderlich aufmerksam auf Hinweise. So kam ich bereits zum Start um ca. 10 Minuten zu spät, weil ich wohl das Einladungs-Mail nur überflog und mich am Wiener Naschmarkt im Deli statt im Neni einfand. Die Organisatoren trifft keine Schuld, die waren topp; die Schuld liegt bei mir bzw. bei den Naschmarktlokalbetreibern und ihrer verwirrenden Namensgebungspolitik.

Eine Schwäche, die ich wohl mit einigen meiner Team-Mitgliedern teile: Station 3 haben wir nur erreicht, weil ich mich meiner sherlock´schen Fähigkeiten besann und das vor uns gestartete Team via deren leichtsinnigen Foursquare-Checkin aufstöberte. Dass wir, trotz mit Bravour gemeisterter Sonderprüfungen, so nicht den Rallye-Gesamtsieg einfahren konnten, erwähne ich nur der Vollständigkeit halber.

Die im Zuge der NFC-Rallye besuchten, respektive teilnehmenden Lokalitäten wirken, wie viele in dieser Gegend, wie sehr schöne Beispiele persönlicher Selbstverwirklichung, aber – wie soll ich sagen … nun ja: Im Falle des Leidens an einer Phobie, bei der man in Menschenansammlungen von mehr als drei Personen in Panik gerät, können diese Geschäfte gefahrlos besucht werden. Sie erfüllen aber ihren Zweck, den Anrainern zu vermitteln in einer boboesquen Wunderwelt zu wohnen. Ich selber fühle mich, da ich diese Zeilen schreibe, wie der Fraggles-Onkel Matt, der einen Expeditionsbericht über eine ihm unbekannten Zivilisation verfasst – weshalb ich an dieser Stelle auf andere verweisen möchte, die in ihren Beiträgen über die NFC-Rallye auch die einzelnen Stationen beschrieben:

=> Quer durch Wien mit NFC (Tupalo)
=> Share, Pair, Tag: Wie NFC den Alltag erleichtert (Nokia)
=> Tupalo.com & Nokia NFC Rallye (Stadtbekannt)
=> Auf Entdeckungsreise mit Nokia & Tupalo – Die NFC Rallye (Pixi mit Milch)

NFC Rallye

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Schlussendlich möchte ich mich für einen sehr vergnüglichen Nachmittag bedanken, insbesondere bei meinem Team und bei den beiden Hauptorganisatorinnen Kathrin und Stephanie, der feuchtfröhlich im (wiederum äusserst empfehlenswerten und gut besuchten) Lokal Sapa, Ecke Zollergasse/Lindengasse in Wien, VII. endete.

Zu NFC im Besonderen
Der Gedanke an künftige Einsatzmöglichkeiten von Near Field Communication lässt mit dem technologieverliebten und dem des Online-Marketers gleich zwei der ach, so vielen Herzen in meiner Brust höher schlagen. Virtualisierung der mittlerweile wohl nicht nur mir (als Konsumenten) verhassten Plastikkundenkarten inkl. Bezahlmöglichkeiten, die interaktive Kommunikation zwischen Produkt und Kunden am POS via Text, Sprache, Bild, Video oder Kundenkommunikation via Plakatflächen sind einige der Möglichkeiten, die mir hierzu ad hoc einfallen.

Der Pferdefuß an der NFC-Geschichte: Nur sehr wenige Mobiltelefone haben einen integrierten NFC-Chip, was zur Nutzung der Technologie wiederum neue „Plastikkarten“ (in welcher Form auch immer) nötig macht. Hier ist Nokia einer der wenigen Handybauer, der unsere Breiten mit NFC-fähigen Handys versorgt. Das Betriebssystem Android unterstützt NFC ebenfalls – allein es gibt kaum Endgeräte, die NFC nutzen könnten. Das googleeigene Nexus S ist eines der wenigen Ausnahmen.

Für breiten Einsatz übers Handy wird eine grössere Dichte an NFC-fähigen Smartphones nötig sein, doch es gibt Hoffnung: Glaubt man dem Wikipedia-Artikel, haben Smartphoneproduzenten angekündigt, künftig auf diesen Standard zu setzen.

Bleibt uns zwischenzeitlich die Möglichkeit, über umständliche Krücken wie QR-Codes die Onlinewelt mit der Realität zu verknüpfen. Tupalo ist gerade dabei, Lokale in Wien mit NFC-Chips auszustatten und leistet damit hierzulande möglicherweise ähnlich wichtige Online-Marketing-Vorarbeit wie die Handelskette Hofer auf dem Gebiet des QR-Codes.

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  1. #1 von Alexander Stocker am 31. Juli 2012 - 15:34

    Wir versuchen in Graz, das Thema NFC in Kombination mit Social Media erlebbarer zu machen, zB direktes Like auf ein Produkt.

    http://pr-blogger.de/2011/11/15/social-media-in-der-zukunft-digitales-empfehlen-uber-nfc/
    http://www.alexanderstocker.at/2011/10/social-media-nfc-rfid-und-interaktive.html

    Neben der bisher noch geringen Verbreitung von NFC-Telefonen sind sicherlich die Enscheider auch nicht immer leicht von der Social Media Idee zu überzeugen.

    Viele Grüße
    Alexander Stocker

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