Ich, WordPress, MySQL und die Sonderzeichen: Dem Wahnsinn nahe!

Sonderzeichen und MySQL

Sonderzeichen und MySQL

Es begann alles, als ich beschloß, WordPress auf die aktuelle Version zu bringen. Die berühmte WordPress 5-Minuten-Installation. Das war letzten Freitag.

Natürlich funktionierte es nicht so einfach: Die aktuelle Version 3.1 läuft erst ab MySQL 4.1, bei mir lief 4.0.27 – wie mir der WordPress-Admin-Zugang mit gestrecktem Mittelfinger entgegenrotzte. Zurück zum Start, und da ich vor dem Upgrade nichts gesichert und wohl irgendwie die Uralt-Offline-Stände durcheinandergewirbelt hatte, stand ich vor dem nächsten Problem: Nach Download und Downgrade auf die 2.8er-Version waren die CSS nicht mehr so wie sie sein sollten. Wie auch immer ich das hingebracht haben mag. Nach (stundenlanger) Rekonstruktion der Styles der nächste Versuch: Anfrage an SPRIT.org.

Bei der Gelegenheit: Ein Hoch dem Support-Team von SPRIT.org, der Rückruf kam wie versprochen exakt um 16 Uhr und Hr. C. konnte mir weiterhelfen: Da ich schon ewig Kunde bin und Datenbanken nicht upgedatet werden ist meine eben etwas veraltet. Er bot mir an, ich könne eine neue anlegen, brauche aber weiterhin nur eine bezahlen. Es laufen, suboptimalerweise, derzeit ohnehin mehrere WordPress-Installationen in der selben Datenbank.

„Super“, meinte ich. Aber wie krieg ich die Daten in die neue Datenbank? „Da machens an Dump.“ Natürlich, einen Dump. „Mach ich am Abend dann“, ich kann doch dem Helpdesk-Menschen nicht verraten, dass ich keinen blassen Schimmer von MySQL, Dump, whatever habe. Jemanden fragen? Ja klar, eine Unwissenheit eingestehen … das geht doch wohl gar nicht. Also verliefen meine letzten Stunden wie folgt: Herauszufinden, was ein Dump ist bzw. wie exportiert und importiert man Tables von der einen Datenbank in die andere, Struktur und Inhalt inklusive.

Den Großteil der Zeit beschäftigte ich mich in Wahrheit damit, die Sonderzeichen wiederherzustellen. Sämtliche Versuche via Import/Eport im phpMyAdmin scheiterten daran, dass sämtliche Umlaute und Sonderzeichen auf der Webseite falsch dargestellt wurden. Nun jemanden fragen? Natürlich, die gespielte Unfehlbarkeit des Online- und Social-Media-Supertypen im Konzern bemakeln … geht wieder nicht.

Ergo besann ich mich meiner MacGyver´schen Begabung: Mangels Kenntnis des korrekten Lösungsweges umschifft man das Problem irgendwie. Für konkrete Fragestellung bedeutete dies (und der wahre Profi möge diese Stelle überlesen um sich nicht selbst per massivem Serien-Facepalm zu erschlagen): Nach einem brauchbaren Editor suchen (Notepad scheiterte kläglich und ließ meinen Windows-Laptop abschmieren), damit das aus der Quelldatenbank exportierte File öffnen und die verwursteten Sonderzeichen via Replace-Funktion auf korrekte ö´s, ü´s, ä´s (und noch viele, viele andere Sonderzeichen) ändern.

Wohl nicht der eleganteste Lösungsweg, aber es hat funktioniert. Womöglich kreucht und fleucht noch an der einen oder anderen Stelle ein falsches Sonderzeichen herum, und falls der eine oder andere Leser eines entdeckt: Dies habe ich mit voller Absicht stehen gelassen, als Mahnmal, damit bei kommenden Upgrades aus meiner Hand dieses feine Weblögchen nicht wieder allergrößter Gefahr ausgesetzt sein möge.

WordPress 3.1 läuft nun übrigens. Und die CSS scheinens diesmal überlebt zu haben, es sei denn, der Cache trügt. Die Learnings: Ein wenig Sicherung und Koordination schadet nicht beim Upgrade des CMS, dann klappts auch in 4 Tagen mit der 5-Minuten-Installation!

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