SC Rapid Wien drei, Hamburger SV null

Nein, ich bin gar kein Hardcore-Rapid-Fan, auch kein grosser Fussball-Fan. Ich hab mal im Nachwuchs, so in etwa bis 12, selber gespielt, mangels Talent aber das Kicken wieder aufgegeben.

Aber.
Ich war mit ca. 7 das erste mal im Stadion, eh kloa, St. Hanappi, gemeinsam mit einigen anderen unschuldigen Buben meines Alters wurden wir dort von unseren Vätern zu „Rapid-Fans durch Prägung“ gemacht. Und so zieht es mich von Zeit zu Zeit ins Stadion, vor die Video-Leinwände, vor die TV-Geräte diverser Pubs oder zur Matchtime auf die Wohnzimmer-Couch, vulgo Patschenkino.

Für die Dauer von viereinhalb Jahren habe ich sogar in unmittelbarer Nähe (500 Meter Luftlinie) zum Hanappi-Stadion gewohnt. Eigenartigerweise war ich ausgerechnet in dieser Zeit kein einziges mal im Stadion. Aber ich habe die Fanchöre beim Laufen am Wilhelminenberg hören können. Und wenn ich nach den Spielen den Fernseher ganz leise stellte und am Fenster lauschte, so hab ich mir zumindest eingebildet, dass ich so manches Nasenbein (eines Rapid-Fans, Nicht-Rapid-Fans, Unbeteiligten, …) im „Schwarzen Peter“ knacken hören konnte.

SC Rapid Wien gegen Liverpool

Freunschaftsspiel SC Rapid Wien gegen Liverpool im Wiener Happel-Stadion, 19. Juli 2009

Nun, …
… da ich nicht mehr in Hütteldorf wohne, war ich in letzter Zeit …

… live im Happel-Stadion beim Freundschafts-Spiel-Erfolg über Liverpool. War vielleicht, mangels englischer Gegenwehr, nicht ganz so glanzvoll …

… im Flannagans beim Rückspiel gegen Aston Villa. Diesmal aber umso beeindruckender: Gänsehaut, Freudentränen, Bier.

Das gestrige Spiel freilich, den wirklich beeindruckenden 3:0-Sieg über den derzeit auf Rang 1 der deutschen Bundesliga logierenden Spitzenclub HSV, hab ich verpasst. Verschlafen, vergessen. War auf Babybesuch bei meiner Arbeitskollegin, was selbstverständlich wichtiger ist als Fußball. Soviel zu meiner Entschuldigung.

Über …
… den unerwartet deutlichen und vor allem verdienten Sieg habe ich mich, alsbald ich zu Hause im Teletext des erfreulichen Ergebnisses gewahr wurde, riesig gefreut und schwöre, die nächsten Spiele wieder – wenn schon nicht im Stadion – im Flannagans, Molly Darcys, Wohnzimmer zu verfolgen.

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