Soziale Medien – Höhen und Tiefen

@JuanesSteiner

@JuanesSteiner

Flopverdächtig.
Meine Meinung, dass soziale Medien doch nicht ganz das halten, was sogenannte Social-Media-Marketer versprechen, drückt Harald-Schmidt-Web2.0-Fake-Double Rob Vegas – der seinerseits soziale Medien und interaktives Web exzessiv nutzt – so aus:

„Da wird oft mehr Geld mit Vorträgen über Twitter und das Web 2.0 als mit den Seiten und Werkzeugen verdient.“
Quelle: www.robvegas.de – „Rob Vegas im NATO-Saal“

Stimmt leider. Auch gibts in den wenigsten Branchen – also beispielsweise in jener, in der ich tätig bin – twitternde Mitglieder der Zielgruppe. Bei Facebook schauts besser aus bzw. ist dies verbreiteter und einfacher zu „verstehen“, allerdings erzeugen nur jene Social-Media-Kampagnen breite Öffentlichkeit, die eine veritable Bauchlandung hinlegen. Altuelles Beispiel: „Honda Accord Crosstour“, Facebook-Fanseite mit über 6.000 Fans, aber auf der „Pinnwand“ wird das Modell regelrecht zerfleischt: http://www.facebook.com/accordcrosstour.

Topverdächtig.
Auf der anderen Seite müsste man soziale Medien erfinden, wenn es sie nicht gäbe: Wo sonst entstünden derart kreative Wortschöpfungen wie etwa diese, erst wenige Tage alte: „Fickwunschverdacht“.

Der Fickwunschverdacht beschreibt folgendes Problem, dass bei der Bewertung von Twitterern in diversen Twittercharts auftritt, wenn diese danach geranked werden sollen, wie oft ihre Beiträge von anderern Twitterianern gefaved wurden:

„Im Idealfall verteilen sich die Favs, die jemand bekommt, halbwegs gleichmäßig auf deren Urheber, also z.B. 20 Favs von 10 verschiedenen Personen, im Schnitt 2 pro Person. Weicht jemand in seinem Fav-Verhalten dramatisch (um genau zu sein, mehr als 5 Standardabweichungen) vom Mittelwert ab, unterstellen wir ihm einen Fickwunsch.“
Quelle: FAQ´s von favcharts.de

Das heisst konkret, dass solche Favorisierungen anders bewertet werden sollen (bzw. in der Hitparade von favcharts.de mit einem Herzchen gebrandmarkt werden), die nichrt aufgrund der Tiefe des Inhalts des gefaveden Tweets vergeben wurden, sondern möglicherweise wegen eines hübschen Profilfotos.

Conclusio?
Gibts keine. Die sozialen Medien nehmen, wie sie sind. Nicht überbewerten, aber auch keine Trends und vor allem keine bemerkenswerten Wortschöpfungen verpassen – zumindest mein Leben wäre ein kleines stückweit ärmer ohne das Wissen um den „Fickwunschverdacht“.

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